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18.4.13
Hollekäfer
Heute beim Hollestein: der Winter war fort, und grad als ich mich mit einem Kuss vom Stein verabschieden wollte, da sah ich den Kleinen, einen veritablen Siebenpunkt. Ich hatte mit bloßen Händen Blätter und Erde aus der Vertiefung des Steins gekratzt und den Käfer wohl dabei aus seinem Winterquartier aufgescheucht - ein Gruß?
6.4.13
Frau Holle auf dem Hohlstein
Mindestens seit 1999, nämlich als wir hierher zogen, kenne ich den Hohlstein. Beim Spazierengehen ums Dorf oder auf Autotouren in der Umgebung ist er immer wieder zu sehen, ein großer, sanft gerundeter, bewaldeter Hügel, zwischen sechs- und siebenhundert Meter hoch. Und obwohl ich mir die Namen der Berge und Hügel ringsherum von Anfang an ziemlich gut merken konnte, hatte ich seinen Namen die ganzen Jahre hindurch immer wieder vergessen, wenn ich ihn sah. Das war schon richtig auffällig, und im letzen Jahr bin ich sehr konzentriert drangegangen, ihn mir endlich einzuprägen, mit Erfolg.
Und erst vorgestern Abend, einen Tag bevor ich ihn im Zuge meiner Etappenwanderung auf dem Hochrhöner Wanderweg überqueren wollte, fiel es mir wie Schuppen von den Augen – natürlich, das ist ein Holle-Platz! Sofortiges googeln bestätigte meine Annahme. Als ich dann am nächsten Tag tatsächlich dort oben war und auf einer Bank rastete, fand ich den Gipfel nicht, bzw. konnte ihn nicht sehen, obwohl er ganz in der Nähe sein musste – seltsam. Ich schaute auf meine Wanderkarte, wo er eingezeichnet ist, und auf die Wege drum herum, aber ich sah ihn nicht. Ihn suchen wollte ich zu diesem Zeitpunkt nicht, denn ich war ja auf diesem speziellen Wanderweg unterwegs, dessen Streckenverlauf aber grad an dieser Stelle geändert worden war – weitere Verwirrung.
Zwei Tage nach meiner vergeblichen Suche fuhr ich mit dem Auto hoch bis zum Hotel und ging von da an einfach immer bergauf. Nach ca. 500m kam ich an ein großes, von Fichten und Buchen umstandenes und mit einem Weidezaun eingegrenztes Plateau. Auf der einen Seite der Weide wachsen auch große Buchen, und eine riesige Fichte steht ein Stück weiter allein. Sie hat zwei Stämme oder Äste, die aus einer Stelle im Boden heraus wachsen und sehr dick und knorrig sind. Und ganz am Rand der ebenen Fläche, direkt am Stacheldrahtzaun ein großer Stein. Na, der ist auch nicht von allein hier herauf gerollt, war mein erster Gedanke. Zumal es keine anderen von annähernder Größe gibt. Ich ging näher und siehe da, oben hat der Stein eine Vertiefung wie ein Hollestein. Das Wasser, welches sich darin sammelt, gilt als besonders heilsam und Fruchtbarkeit bringend.
Dieser Platz scheint ziemlich vergessen zu sein, denn ich
fand in dem alten Schnee keine anderen Fußspuren als meine. Rasselnd spürte ich
eine mächtige, sanfte Präsenz von etwas wirklich Großem über diesem Platz, und
kurz tauchte eine Frau in einem blauen Leinenkleid auf mit weißer, gestärkter
Haube, wie eine tüchtige Hausverwalterin. Ich dachte, so haben die Menschen,
die hier feierten, sie vielleicht gesehen.
Ich setzte das mitgebrachte Kerzenglas und das rot verpackte Schokoladenei in die schneebedeckte Mulde und weiß, dort bin ich bestimmt nicht zum letzten Mal gewesen.
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4.4.13
Der dritte Tag - die Runde
Seit heute bin ich auf der eigentlichen Hochrhöner-Runde unterwegs, die letzten beiden Tage waren nur "Zubringer".
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| Alte Hainbuchen bilden einen magischen Platz |
Als ich losging, war es bedeckt, aber der Wind war wenigstens nicht stärker geworden, schwächer aber auch nicht. Die Temperatur am Start war fast -5°. Gegen Mittag kam die Sonne ein paarmal heraus. Weite Strecken musste ich über fest getretenen Schnee oder rutschiges Eis gehen. Zum Glück habe ich heute mal die Nordic Stöcke mitgenommen, das hat geholfen.
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| Mittagspause aufdem Hohlstein |
Einer der Hügel, über die ich heute wanderte, heißt Hohlstein. Nun leben wir schon seit mehr als 13 Jahren hier in der Gegend, aber erst gestern fiel mir auf, dass Hohlstein etwas mit Frau Holle zu tun haben könnte. Jedenfalls habe ich viele Google-Seiten dazu gefunden. Manchmal steht man aber auch auf dem Schlauch...
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| Die Linde ist zwischen 600 und 800 Jahre alt |
Keine sieben Jahre ist der Wanderweg alt, und schon haben sie den Streckenverlauf geändert. Auf diese Weise fand ich zum Schluss etwas abseits des Weges das winzige Dorf, in dem die uralte Linde steht, die ich immer schon mal besuchen wollte.
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| Ich find, der macht nen schlanken Fuß, der Baum |
10.4.12
Ostara-Spirit
Jetzt ist wirklich Frühling! Die Schlüsseblumen blühen im Wald. Egal ob's noch mal kalt wird oder gar schneit, der Frühling ist in mein Herz gezogen. So intensiv und lange habe ich das noch nie erlebt.
Vor drei Wochen haben wir zur Tag- und Nachtgleiche mit Freunden am Feuer gefeiert, und jetzt ist Ostern mit der Familie gerade vorbei. Vielleicht liegt es daran, dass mir in diesem Jahr Frau Holle als Hüterin der ungeborenen Seelen erschienen ist. Überall sehe ich sie und ihren Frühlingsaspekt Ostara, in jeder Blume und in jeder grünen Blattknospe, in den Vögeln, die Material für ihre Nester suchen und in den quirligen Bächen, die vom Eis befreit sind. Ich spüre sie in der Wärme der Sonne, rieche ihren süßen Blütenduft und höre sie im Jubeln der Vögel.
Die Erde legt ihr grünes Frühlingsgewand an, vom Regen nass und von der Sonne beschienen funkelt es so kostbar wie Smaragd. Von Frau Holle hieß es mancherorts, sie trüge einen grünen Schleier. Und Hildegard von Bingen besang die Grünkraft, oder war ich es, die ein Lied aus ihren Worten machte?
"Es gibt eine Kraft aus der Ewigkeit,
und diese Kraft ist grün.
Aus lichtem Grün sind Himmel und Erde geschaffen
und alle Schönheit der Welt."
und diese Kraft ist grün.
Aus lichtem Grün sind Himmel und Erde geschaffen
und alle Schönheit der Welt."
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26.2.12
Hutzelfeuer
foto wiki
Hutzeln sind ursprünglich gedörrte Pflaumen, aber auch sehr alte Frauen mit runzligem Gesicht wurden so genannt. Es gab an diesem Sonntag traditionell die Huitzelsopp zu essen oder auch Huitzelkreppel, welche die jungen Leute von den Dorfbewohnern geschenkt bekamen. Bevor die Fastenzeit endgültig begann, wurde an diesem Tag noch einmal richtig geschlemmt. Heutzutage gibt's bloß noch Bratwürscht, Bier und Glühwein, wie überall halt.
Oben auf dem Scheiterhaufen wird eine Puppe aus Stroh angebracht, manchmal bekleidet, die ursprünglich Frau Holle als Wintergöttin darstellen soll. Die Göttin Holle wurde bis ins 17. Jh. hinein in Mitteldeutschland verehrt. Das weiß heute kaum noch jemand. Ich habe auch schon an andere Leute gedacht, die auf solchen Feuern verbrannt worden sind, und jedes Jahr gruselt es mich wieder ein wenig. Das Ritual ist wahrscheinlich sehr alt, von vor der Christianisierung bestimmt, weshab die Kirche das Hutzelfeuer auch lange Zeit verboten hat. Erst seit fast Hundert Jahren wird es wieder gefeiert.
Dieses Jahr gab's vorab amtliche Schelte. Die feuchten Haufen wurden oft mit Benzin oder gar Altöl entzündet, und es wurde auch nicht immer so genau drauf geschaut, was da letztendlich alles mit verbrannt wurde. Aber heute sah ich , wie trockene Strohballen zum entzünden herangefahren wurden.
Jetzt haben sich die Jugendlichen in ihren Feuerwehruniformen am unteren Ende unserer Straße versammelt und ziehen mit Fackeln an unserem Haus vorbei hoch zum Feuerplatz. Die Winter"hexe" bringen sie in einer Schubkarre mit. Ich will auch mal beim Entzünden mit dabei sein und muss deshalb jetzt los.
Und am Himmel gab's dazu einen himmlischen Dreier zu sehen: die zunehmende Mondsichel wurde ganz eng von Jupiter und Venus flankiert.
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12.1.12
Frühe Frühlingsgefühle
Letztens:


Spätestens seit dem Frau Holle Tag am 6. Januar singen die Vögel wieder. Heute klopfte ein Specht im Wald, und am Himmel waren blaue Löcher in der Wolkendecke. Um das Frühlingsgefühl komplett zu machen, gibt es zum Abendbrot Feldsalat aus dem Garten und die ersten Spitzen von Giersch und Oregano.

Der Salat wurde mit Zwiebeln, gerösteten Walnüssen und gebackenem Fetakäse bestreut.


Spätestens seit dem Frau Holle Tag am 6. Januar singen die Vögel wieder. Heute klopfte ein Specht im Wald, und am Himmel waren blaue Löcher in der Wolkendecke. Um das Frühlingsgefühl komplett zu machen, gibt es zum Abendbrot Feldsalat aus dem Garten und die ersten Spitzen von Giersch und Oregano.

Der Salat wurde mit Zwiebeln, gerösteten Walnüssen und gebackenem Fetakäse bestreut.
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