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10.3.16

Frühlingsfest am Ostara-Feuer




 
Ja, ist das nun noch der Winter oder doch schon der Vorfrühling? Die Nächte sind zwar noch eisig, aber am Tag ist der Himmel oft blau, die Sonne scheint und schmilzt den nächtlichen Reif und die letzten weißen Schneereste hinfort. Frühling scheint in der Luft zu liegen, und wir können es wie jedes Jahr kaum erwarten, dass er endlich kommt und die Sonne wieder richtig wärmt.
Zum Frühlingsanfang am 20. März sind die Tage und die Nächte wieder gleich lang, und es herrscht allerorten Aufbruchsstimmung. Das betrifft sowohl die Knospen der Bäume als auch viele Frühlingsblumen, und auch die Tierwelt kommt in Stimmung, nämlich um sich fortzupflanzen. Ein munteres Treiben beginnt im wahrsten Wortsinne. Ostern wird gefeiert mit dem Symbol des fruchtbaren Hasen und dem ursprünglichen Fruchtbarkeitssymbol, dem Ei, anfangs nur in Rot gefärbt als Farbe der – na was wohl? Natürlich der Fruchtbarkeit und des Lebens.
Und was fangen wir selber an inmitten von so viel aufbrechender Fruchtbarkeit? Wir bekommen ja nicht jedes Frühjahr ein oder sogar mehrere Nachkommen.  Wer einen Garten sein eigen nennt, der ist gut dran. „Im Märzen der Bauer…“    es wird gegraben, gehackt, gerecht, gesät und gepflanzt. Wusstet ihr, dass sich in England vor Zeiten die Bauern mit dem nackten Bobbes auf die Äcker setzten und die Wärme des Bodens prüften, bevor sie ihn bearbeiteten? Vielleicht auch ein Ausdruck übermütiger Frühlingsgefühle, besonders dann, wenn auch die Bäuerin in der Nähe war.

Wir jedenfalls wollen mit euch trommeln, unsere Anliegen in ein Gleichgewicht bringen, herausfinden, was wir mit der zusätzlichen Kraft des Aufbruchs in unserem Leben bewirken, und was wir in die Welt bringen können.

 

6.9.15

Herbstbeginn - die Suche nach Balance



Der September schafft einen Übergang von der warmen zur kalten Jahreszeit, indem er uns noch einige sommerliche Tage schenkt, die Nächte sind aber schon empfindlich kühl. Je größer die Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht sind, desto prächtiger und "feuriger" erscheint später das Herbstlaub. Aus diesen Extremen, Wärme und Kälte, Tag und Nacht heraus, suchen die Kräfte der Herbsttag- und Nachtgleiche wieder ein Gleichgewicht herzustellen. Und das sieht letztendlich so aus, dass sich zu den kalten Nächten dann auch die kalten Tage gesellen, weil die Bahn der Sonne unaufhaltsam immer flacher und kürzer wird (bzw. weil unsere Heimatregion auf der der Erde sich immer weiter von der Sonne wegdreht).

So weit, so gut. Und was erleben wir in dieser Zeit? Wir suchen  auch das Gleichgewicht der Kräfte. Aus dem lichten, warmen Sommer kommend müssen wir hinein in die Dunkelheit und Kälte der zweiten Jahreshälfte und brauchen dafür Mut und Entschlossenheit sowie die Hilfe unserer Mitmenschen. Abschied und Tod sind ein Thema in dieser Zeit, als auch Dankbarkeit für die Fülle der Gaben des Sommers - Erntedank. Ein Spagat im Denken und Fühlen. Der Abschied stimmt traurig, und die Dankbarkeit stimmt froh und öffnet das Herz und die Hoffnung auf ein Weiterleben. Dies beides gleichermaßen zuzulassen, es gar zu integrieren schafft ein Gleichgewicht im Sein.

28.11.12

Aschera



Die Exfrau des Wettergottes Ba'al und spätere Gefährtin des alttestamentarlichen Gottes aus dem Jerusalem des 8. und 7. Jh. vuZ. Man fand Inschriften, die lauteten "Jahwe und seine Aschera". Später - in sehr kriegerischen Zeiten - wurden die beiden wieder geschieden, und Aschera wurde aus dem Tempel hinaus geworfen und ihre Darstellungen auch anderswo verboten und zerstört.

Die Sendung "Terra X" im Zdf, das für mich immer das Mainzer Flaggschiff des Katholizismus gewesen ist, berichtete letztens über neuere Ausgrabungsergebnisse. Demnach wurden in Jerusalem rund um den Tempel Hunderte solcher Figurinen aus der Zeit zwischen 750 und 620 vuZ gefunden.




Ihre Form stammt womöglich daher, dass sie ursprünglich in Wäldern und Hainen aus Baumstämmen geschnitzt wurden.

Irgendetwas hat diese Sendung in Bezug auf die Stellung der Frau in Kirche und Gesellschaft der letzten fast 3000 Jahre bei mir zurecht gerückt. So als ob sie ihren angestammten Platz an der Seite des Mannes nach Jahrtausenden der Diskriminierung, Unterdrückung und sogar Auslöschung der Frauen endlich wieder offiziell einnimmt - mit dem Segen des Zweiten Deutschen Fernsehens. Da soll noch einer sagen, es tut sich nichts.



Und wo wir schon mal so schön ketzerisch sind: bei meiner Suche nach Aschera und dem Beduinenstamm, der in Saudi Arabien angeblich unseren lieben Gott erfunden hat, fand ich auch noch ein paar Darstellungen Jahwes aus der Zeit, als es noch nicht verboten gewesen war, ihn abzubilden.


als Herr der Tiere...





...und auf Münzen oder Siegeln mit Kopfschmuck und Gefährt



1.10.11

Tanzweg-Haiku

Mit dem Fahrrad auf dem Weg zum Jahreskreistanz mit dem Thema "Balance" flog mir heute ein Haiku zu: die ersten beiden Zeilen auf dem Hinweg, die letzte auf dem Rückweg.


Im sterbenden Grün
sonnige rote Beeren
flüstern: wir leben