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11.4.13

Die ersten Blüten



So lange habe ich noch nie auf den Frühling gewartet.

Eines meiner Lieblingsgedichte seit Jahren, Jahrzehnten, ein Haiku, das ich einmal in einem Buch von Osho fand, lautet:

Still sitzen, nichs tun
Der Frühling kommt, und das Gras
wächst ganz von allein

Ich dachte immer, das könnte ich eigentlich ganz gut, aber in diesem Frühjahr war es ganz anders, und ich habe das Stillsitzen nicht mehr ausgehalten, halte es jetzt kaum noch aus, obwohl es seit gestern warm geworden ist. Aber grad regnets, und die Erde freuts.


Zu den Huflattichblüten im Wald fand ich heute Wiesen-Goldsterne, eher seltene Blüten, von denen am Ortsausgang eine kleine Kolonie wächst und jedes Jahr den Blütenreigen auf den Wiesen eröffnet.


Am nächsten Morgen fand W. die ersten Schlüsselblumen am Bach, und am Nachmittag des gleichen Tages waren nicht weit davon diese Buschwindröschen erblüht.

20.11.11

Reise nach Tibet

Kloster Ganden, Lhasa

Die Frage angesichts aller Verwirrung im Trommelkreis war: was soll das, und was kann ich tun? Ich kam zu einem tibetischen Tempel, der in eine graue Felswand hinein gebaut war. Bunte Stoffbahnen flatterten in der kühlen Luft. Drinnen endlose Gänge und Räume, viel bunte Seide und ein gelb bemützter Lama, der scheußlich schmeckenden Buttertee mit mir trank. Er erinnerte mich an das Mantra des blauen Medizinbuddha, welches ich im Sommer lernte. Ich sang es noch während ich trommelte. Er erinnerte mich an den Chöd, das „Dämonen füttern“ von Machig Labdrön, einer tibetischen Nonne aus dem 11. Jahrhundert, welches ich in meine schamanische Praxis integriert habe. Und – ganz wichtig – er erinnerte mich an das Meditieren, was ich schon so lange in meinen Tagesablauf einbinden möchte, zutiefst von seiner Wohltat überzeugt. Aber noch sträubt sich mein rastloser Verstand…











der 100. Ganden Tripa