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7.1.12

Vollmond


Vollmondtrommeln am Montag, den 9. Januar 2012

Ich schlief und träumte, das Leben sei Freude.
Ich erwachte und sah, das Leben war Pflicht.
Ich handelte und siehe, die Pflicht ward zur Freude. (Tagore)

Das Gedicht von Tagore beschreibt treffend die gegensätzlichen Energien, die an diesem Tage wirksam sind. Der Krebs-Vollmond, welcher im Besonderen das Wohlergehen im Schoß von Familie, Heim und Heimat begünstigt, trifft auf sein Gegenüber, die Steinbocksonne, die ganz im Zeichen von übergeordneter Pflichterfüllung steht. An diesem Tag geht es darum, beides zu integrieren. Der weibliche Krebs-Vollmond lehrt uns, unsere mütterlichen Kräfte der Empfänglichkeit zu fühlen, welche die zeugenden Energien der väterlichen Steinbocksonne aufnehmen und die Vereinigung von Beidem wiederum in die Schöpfung hinein schenken und verteilen und nach außen in die sichtbar materielle Ebene tragen.

Ein Tag der großen Emotionen - halte nicht hinterm Berg mit dem, was in dir vorgeht. Nimm ruhig mal jemanden spontan in den Arm, der Zuwendung oder Trost braucht. Oder sage zu einem besonderen Menschen: „Ich habe dich lieb!“ Dein Mantra für diesen Tag: ich höre auf die Stimme meines Herzens.

Die Vollmondenergie ist im Allgemeinen gut dafür geeignet, laufende Prozesse zum Abschluss zu bringen, um sie daraufhin loszulassen, damit in dem neuen Mondumlauf Platz für Neues entsteht. Und der erste Vollmond im neuen Jahr eignet sich besonders gut dazu, Pläne für das kommende Jahr zu schmieden.

20.11.11

Reise nach Tibet

Kloster Ganden, Lhasa

Die Frage angesichts aller Verwirrung im Trommelkreis war: was soll das, und was kann ich tun? Ich kam zu einem tibetischen Tempel, der in eine graue Felswand hinein gebaut war. Bunte Stoffbahnen flatterten in der kühlen Luft. Drinnen endlose Gänge und Räume, viel bunte Seide und ein gelb bemützter Lama, der scheußlich schmeckenden Buttertee mit mir trank. Er erinnerte mich an das Mantra des blauen Medizinbuddha, welches ich im Sommer lernte. Ich sang es noch während ich trommelte. Er erinnerte mich an den Chöd, das „Dämonen füttern“ von Machig Labdrön, einer tibetischen Nonne aus dem 11. Jahrhundert, welches ich in meine schamanische Praxis integriert habe. Und – ganz wichtig – er erinnerte mich an das Meditieren, was ich schon so lange in meinen Tagesablauf einbinden möchte, zutiefst von seiner Wohltat überzeugt. Aber noch sträubt sich mein rastloser Verstand…











der 100. Ganden Tripa

15.9.11

Neues im Bunten Haus

Heute Nachmittag hatte ich im Halbschlaf in der Sonne auf dem Balkon die Vision, einen Blog über unsere Schamanische Arbeit zu machen. Voila! Hier ist er.

Am vergangenen Montag legten wir hinten im wilden Teil unseres Gartens eine neue Feuerstelle an. Sie ist bestimmt doppelt so groß und doppelt so tief wie die alte, fast erschien sie uns ein wenig zu protzig. Aber abends beim Vollmondtrommeln am Feuer waren wir zu Zwölft. Also, think big! Das Feuer brannte wunderbar, und keiner musste während dem einstündigen Trommeln aufstehen und Holz nachlegen. Der volle Mond ging wunderprächtig hinterm Wald auf, bevor er sich später in sein wolkiges Nachtgewand hüllte.

Die neue Feuerstelle liegt genau auf der Nord-Süd Achse unseres Medizinrades, das wir vor zweieinhalb Wochen bauten, und ist auf eine Weise mit diesem verbunden, die ich noch nicht so genau benennen kann. Es fühlt sich bloß gut und richtig an.

Meine Sednatrommel sprach an diesem Abend zu mir über Freundschaft. Wie sich Freundschaft anfühlt und was dafür getan werden muss. Ein Thema, über das ich noch einiges lernen möchte. Und sie wollte einen Platz an der Wand über meiner Schlafstatt haben und ein neues blaues "Kleid" statt dem alten weißen.