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20.4.16

Maifest



Der Wald steht voller Buschwindröschen, Duftveilchen, Huflattichblüten und Schlüsselblumen, und in unseren Garten sind die Schwalben zurückgekehrt. Und wie über Nacht sind die Bäume auf dem Hungerwald hinterm Haus ausgeschlagen.

Alles Leben in der Natur drängt mit Macht hervor und zeigt sich wieder, und wir zeigen uns auch und holen die bunteren und leichteren Kleider aus dem Schrank. Der Frühling ist endlich da, was für ein tolles Lebensgefühl!
 
Die Farben des Festes sind das Grün des Grünen Mannes als Hüter der Vegetation und das Rot des Kleides der Maigöttin für die Lebensfreude und die Fruchtbarkeit.
 
Wir feiern dieses Jahr ganz traditionell am 30. April in den Mai. Beginn des Festes ist wie immer 18 Uhr, und auch deine Kinder und Freunde sind herzlich eingeladen.
 
Bitte sei pünktlich! Bring deine Trommel und Rassel, wenn du hast (können auch kostenfrei ausgeliehen werden), und einen Speisenbeitrag zum Maibuffet, sowie eigenes Geschirr und Besteck.
Außerdem braucht jeder ein ca. 7 Meter langes, buntes Band (Geschenkband oder dicke Wolle) für den Maitanz.



15.12.15

Jul




Der Kreis schließt sich: in der längsten Nacht der Nächte, in der Mutternacht - unsere Altvorderen nannten sie "Nott" und betrachteten sie als Göttin und Göttermutter - wird ein Kind geboren, das Neue Licht. Es ist die Hoffnung auf ein weiteres fruchtbares Jahr, auf das Leben selber, welches immer weiter fortschreitet, während die Alten wegsterben und die Neuen hineingeboren werden.

30.4.15

Maifest

Der Frühling ist da! Zu keiner anderen Zeit des Jahres sind unsere Lebenskräfte so sehr nach außen gerichtet, sind wir so sehr mit der Welt, mit der Natur und mit unseren Mitmenschen verbunden, wie jetzt im Frühling. Wir öffnen die Fenster unserer Häuser und lassen die frische Luft herein, und wir öffnen auch unsere Herzenstüren und lassen Licht und Liebe herein. Es zieht uns nach draußen, egal ob in den Garten, in Wald und Wiese oder ins Straßencafé. Die Welt wird wieder bunt, auch wir tragen bunte Kleidung, und die Frühlingsgöttin hat ihr rotes Kleid angezogen. In dieser Zeit findet die Lebenslust ihren stärksten Ausdruck.


Der Grüne Mann, der Gehörnte des Waldes, zeigt sich auch wieder in seiner jugendlichen Kraft, wir sind eingeladen ein Freudenfest mit allen zu feiern und laden dich zum Fest der Lebendigkeit ein! Die Farben des Festes sind das Grün für die junge Vegetation und das Rot für die Lebensfreude und die Fruchtbarkeit. Es wird getrommelt, gesungen und getanzt, wir feiern Rituale und Zeremonien, und zum Schluss werden wir gemeinsam am Buffet genießen, was zusammengetragen wurde.

10.8.13

Schnitterzeit und unsere Nord-Ost-Reise






An den Straßenrändern in Thüringen wuchsen die Kirschbäume wie bei uns die Apfelbäume, und sie waren gerade reif, was für ein Fest!


In Niederdorla sahen wir rekonstruierte, Germanische Opferplätze. Dieses war ein Schiffsplatz mit Tierschädel. Vermutlich wurde um sichere Heimkehr der Seefahrer gebetet.


An diesem Platz steckte einfach ein Kreis von Stangen in der Wiese. Trotzdem war die Atmosphäre hier irgendwie besonders.


Mein Geburtstagsfeuer, späteres Grillfeuer und gleichzeitig ein Gruß an den Feuergeist.


Licht am Ende des Tunnels...


Saba hatte einen Spielkameraden gefunden.


Die Abensonne über einem Getreidefeld


Das rekonstruierte Sonnenobservatorium in Goseck, das ursprünglich hier vor ca. 7000 Jahren stand und für ein paar Jahrhunderte genutzt wurde. Mit seinen Öffnungen zum Sonnenauf- und Untergang spezieller Zeiten im Jahr lässt es vermuten, dass die Menschen hier schon damals die Jahresfeste feierten.


Der rote Mohn ist ein schöner Schmuck am Feldrand. Leider sieht man die blauen Kornblumen nur noch selten.


Der Jahreszeitentisch für die Enkel mit einem goldenen Kornfeld.


Die Korngöttin begleitete uns durch das Fest.


Die Trommeln werden vor dem Fest für einen besseren Klang noch einmal in der Abendsonne angewärmt

9.1.13

Skadi



Zurzeit fasziniert mich diese Göttin sehr.

Ich mochte den Winter eigentlich nie besonders. Die Kälte kroch in die Knochen, lähmte. Die warmen Wollsachen kratzten, die Haut reagierte allergisch, Erkältungen wechselten sich alle Nase lang ab, und Winterdepressionen wurden immer schlimmer. Ich fürchtete mich eigentlich gegen Ende des Sommers schon regelrecht vor dem Winter, und das wurde in den letzten Jahren immer stärker.

In diesem Winter hat sich das irgendwie verändert, und mein Blick fällt auf die nordische Eisriesin Skadi und ihre Lust an der kalten Jahreszeit. Skadi ist als Angehörige der Natur waltenden Riesenfamilie und als Tochter des Sturmriesen Thiassi eine Repräsentantin des Winters und des Kälte bringenden Nordwinds und zeigt, wie man die kalte Jahreszeit freudvoll genießen kann, ohne sich hinterm Ofen zu verkriechen. Sie läuft auf Schneeschuhen oder Skiern durch die verschneite Landschaft und jagt mit ihrem Bogen Vögel und allerlei Getier. Und manche meinen, sie ist die Namenspatin von Skandinavien, welches sich auch als Land der Skadi deuten lässt.

Auch wenn Winterjasmin und Zaubernuss schon blühen, freu ich mich drauf, wenn wieder Schnee liegt, der bei genügender Kälte in der Sonne in allen Regenbogenfarben funkelt.

28.11.12

Aschera



Die Exfrau des Wettergottes Ba'al und spätere Gefährtin des alttestamentarlichen Gottes aus dem Jerusalem des 8. und 7. Jh. vuZ. Man fand Inschriften, die lauteten "Jahwe und seine Aschera". Später - in sehr kriegerischen Zeiten - wurden die beiden wieder geschieden, und Aschera wurde aus dem Tempel hinaus geworfen und ihre Darstellungen auch anderswo verboten und zerstört.

Die Sendung "Terra X" im Zdf, das für mich immer das Mainzer Flaggschiff des Katholizismus gewesen ist, berichtete letztens über neuere Ausgrabungsergebnisse. Demnach wurden in Jerusalem rund um den Tempel Hunderte solcher Figurinen aus der Zeit zwischen 750 und 620 vuZ gefunden.




Ihre Form stammt womöglich daher, dass sie ursprünglich in Wäldern und Hainen aus Baumstämmen geschnitzt wurden.

Irgendetwas hat diese Sendung in Bezug auf die Stellung der Frau in Kirche und Gesellschaft der letzten fast 3000 Jahre bei mir zurecht gerückt. So als ob sie ihren angestammten Platz an der Seite des Mannes nach Jahrtausenden der Diskriminierung, Unterdrückung und sogar Auslöschung der Frauen endlich wieder offiziell einnimmt - mit dem Segen des Zweiten Deutschen Fernsehens. Da soll noch einer sagen, es tut sich nichts.



Und wo wir schon mal so schön ketzerisch sind: bei meiner Suche nach Aschera und dem Beduinenstamm, der in Saudi Arabien angeblich unseren lieben Gott erfunden hat, fand ich auch noch ein paar Darstellungen Jahwes aus der Zeit, als es noch nicht verboten gewesen war, ihn abzubilden.


als Herr der Tiere...





...und auf Münzen oder Siegeln mit Kopfschmuck und Gefährt



10.4.12

Ostara-Spirit


Jetzt ist wirklich Frühling! Die Schlüsseblumen blühen im Wald. Egal ob's noch mal kalt wird oder gar schneit, der Frühling ist in mein Herz gezogen. So intensiv und lange habe ich das noch nie erlebt.

Vor drei Wochen haben wir zur Tag- und Nachtgleiche mit Freunden am Feuer gefeiert, und jetzt ist Ostern mit der Familie gerade vorbei. Vielleicht liegt es daran, dass mir in diesem Jahr Frau Holle als Hüterin der ungeborenen Seelen erschienen ist. Überall sehe ich sie und ihren Frühlingsaspekt Ostara, in jeder Blume und in jeder grünen Blattknospe, in den Vögeln, die Material für ihre Nester suchen und in den quirligen Bächen, die vom Eis befreit sind. Ich spüre sie in der Wärme der Sonne, rieche ihren süßen Blütenduft und höre sie im Jubeln der Vögel.

Die Erde legt ihr grünes Frühlingsgewand an, vom Regen nass und von der Sonne beschienen funkelt es so kostbar wie Smaragd. Von Frau Holle hieß es mancherorts, sie trüge einen grünen Schleier. Und Hildegard von Bingen besang die Grünkraft, oder war ich es, die ein Lied aus ihren Worten machte?

"Es gibt eine Kraft aus der Ewigkeit,
und diese Kraft ist grün.
Aus lichtem Grün sind Himmel und Erde geschaffen
und alle Schönheit der Welt."