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2.11.15
Ende und Anfang - die Ahnenzeit
Noch ist der Herbst golden, doch das wird sich bald ändern. Der erste richtige Frost holt die Blätter von den Bäumen und Sträuchern, bis diese nur noch als kahle Gerippe dastehen. Alles Leben scheint sich in die Unterwelt zurückzuziehen.
Weiße Nebel verhüllen die Sicht, manches lässt sich darin nur noch erahnen. Die Schleier zwischen den Welten werden durchsichtiger. Das ist die Zeit, in der diejenigen spürbar werden, die vor uns über die Erde wanderten. Unsere Vorfahren, die Ahnen, winken von der anderen Seite und wollen teilhaben am Leben ihrer Nachfahren. Wir laden sie ein, indem wir für sie Lichter in ausgehöhlten Rüben, Kürbissen, in Laternen und als Adventskerzen anzünden und ihnen vielleicht die eine oder andere Speise hinstellen.
Und wieso Anfang? In manchen vergangenen Kulturen begann das neue Jahr zu dieser Zeit, so wie die Alten den neuen Tag auch am Abend begannen. Das ist ein ganz anderes Denken und Empfinden. Das Neue abends oder zum Jahresausklang zu beginnen, bedeutet, der Seele Raum zu geben, die Veränderungen zu erspüren, bevor der Körper beginnt, die neuen Impulse in die Tat umzusetzen.
1.11.14
Das Ahnenfest
November ist Ahnenzeit. Pflanzen und Bäume ziehen ihre Lebenssäfte in die Wurzeln zurück und lassen sie den Winter über tief in der Erde zur Ruhe kommen. Die Blätter welken, werden zuerst gelb, manche rot und dann braun, bis sie sich schließlich ganz lösen und zu Boden fallen. Nur was verholzt ist, bleibt stehen. Oberhalb der Erde sieht es nach dem ersten Frost so aus, als ob die Vegetation gestorben wäre. Die verwelkten Pflanzenteile und Blätter bilden einen Teppich, der die Erde zudeckt und vor der Kälte schützt. Die Tage werden weiterhin kürzer, und Nebel lässt die Konturen verschwinden. Die Vögel singen nicht mehr, und viele Tiere haben sich verkrochen, um Winterruhe zu halten.
Wir tun es ihnen gleich, ziehen uns in die Häuser zurück, und beschäftigen uns mehr und mehr mit innerlichen Angelegenheiten. Es ist eine gute Zeit, um sich an seine Wurzeln zu erinnern und derer zu gedenken, die vor uns da waren und denen wir unser Dasein auf der Erde zu verdanken haben. Man sagt, die Schleier zwischen der Welt der Lebenden und der Welt der Toten werden jetzt dünner, und Kontakte sind leichter möglich. Es tut gut, sich mit den Ahnen zu verbinden. Und wer sich ihnen mit Dank aber auch mit Bitten zuwendet, kann die Erfahrung machen, dass sie uns generell freundlich gesonnen sind und gerne helfen.
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