6.9.15

Herbstbeginn - die Suche nach Balance



Der September schafft einen Übergang von der warmen zur kalten Jahreszeit, indem er uns noch einige sommerliche Tage schenkt, die Nächte sind aber schon empfindlich kühl. Je größer die Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht sind, desto prächtiger und "feuriger" erscheint später das Herbstlaub. Aus diesen Extremen, Wärme und Kälte, Tag und Nacht heraus, suchen die Kräfte der Herbsttag- und Nachtgleiche wieder ein Gleichgewicht herzustellen. Und das sieht letztendlich so aus, dass sich zu den kalten Nächten dann auch die kalten Tage gesellen, weil die Bahn der Sonne unaufhaltsam immer flacher und kürzer wird (bzw. weil unsere Heimatregion auf der der Erde sich immer weiter von der Sonne wegdreht).

So weit, so gut. Und was erleben wir in dieser Zeit? Wir suchen  auch das Gleichgewicht der Kräfte. Aus dem lichten, warmen Sommer kommend müssen wir hinein in die Dunkelheit und Kälte der zweiten Jahreshälfte und brauchen dafür Mut und Entschlossenheit sowie die Hilfe unserer Mitmenschen. Abschied und Tod sind ein Thema in dieser Zeit, als auch Dankbarkeit für die Fülle der Gaben des Sommers - Erntedank. Ein Spagat im Denken und Fühlen. Der Abschied stimmt traurig, und die Dankbarkeit stimmt froh und öffnet das Herz und die Hoffnung auf ein Weiterleben. Dies beides gleichermaßen zuzulassen, es gar zu integrieren schafft ein Gleichgewicht im Sein.

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