Ja, ist
das nun noch der Winter oder doch schon der Vorfrühling? Die Nächte
sind zwar noch eisig, aber am Tag ist der Himmel oft blau, die Sonne
scheint und schmilzt den nächtlichen Reif und die letzten weißen
Schneereste hinfort. Frühling scheint in der Luft zu liegen, und wir
können es wie jedes Jahr kaum erwarten, dass er endlich kommt und die
Sonne wieder richtig wärmt.
Zum Frühlingsanfang am 20. März sind die Tage und die Nächte wieder
gleich lang, und es herrscht allerorten Aufbruchsstimmung. Das betrifft
sowohl die Knospen der Bäume als auch viele Frühlingsblumen, und auch
die Tierwelt kommt in Stimmung, nämlich um sich fortzupflanzen. Ein
munteres Treiben beginnt im wahrsten Wortsinne. Ostern wird gefeiert mit
dem Symbol des fruchtbaren Hasen und dem ursprünglichen
Fruchtbarkeitssymbol, dem Ei, anfangs nur in Rot gefärbt als Farbe der –
na was wohl? Natürlich der Fruchtbarkeit und des Lebens.
Und was fangen wir selber an inmitten von so viel aufbrechender
Fruchtbarkeit? Wir bekommen ja nicht jedes Frühjahr ein oder sogar
mehrere Nachkommen. Wer einen Garten sein eigen nennt, der ist gut
dran. „Im Märzen der Bauer…“ es wird gegraben, gehackt, gerecht,
gesät und gepflanzt. Wusstet ihr, dass sich in England vor Zeiten die
Bauern mit dem nackten Bobbes auf die Äcker setzten und die Wärme des
Bodens prüften, bevor sie ihn bearbeiteten? Vielleicht auch ein Ausdruck
übermütiger Frühlingsgefühle, besonders dann, wenn auch die Bäuerin in
der Nähe war.
Wir jedenfalls wollen mit euch trommeln, unsere Anliegen in ein
Gleichgewicht bringen, herausfinden, was wir mit der zusätzlichen Kraft
des Aufbruchs in unserem Leben bewirken, und was wir in die Welt bringen
können.
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