22.12.14

Wintersonnenwende



Das Mittwinterfest feiern die Menschen in Mitteleuropa schon viele Tausend Jahre lang, was anhand von steinernen und hölzernen, kreisförmigen Sonnenobservatorien abgelesen werden kann. Vermutlich feierten es unsere Vorfahren bereits, seitdem sie begonnen hatten, sesshaft zu werden, Pflanzen anzubauen und vom Klima abhängig zu sein. Welche Freude, wenn die Zeit der Dunkelheit bald zu Ende geht und in der längsten Nacht das Lichtkind (wieder)geboren wird! Die Sonne steigt erneut auf ihrer Bahn und nimmt Tag für Tag an Kraft zu. Doch bevor es wieder wärmer wird, übernehmen Väterchen Frost und die Winterriesen die Herrschaft, und es wird noch mal richtig kalt.
 
Der „Grüne Mann“, der Herr der Wälder und der grünen Pflanzen hat sich mit seiner Kraft in die immergrünen Nadelbäume zurückgezogen. Deshalb tut es gut, sich etwas von diesen Zweigen und Bäumen ins Haus zu holen und aus ihnen Hoffnung auf das nächste Frühjahr zu schöpfen. Und es ist gut, viele Lichter zu entzünden, sowohl äußere als auch innere, um sich an das Licht und die Wärme der Sonne zu erinnern. Innere Lichter leuchten besonders hell, wenn man liebt und anderen eine Freude macht, daher wohl die Tradition des Schenkens.

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