Die Frage angesichts aller Verwirrung im Trommelkreis war: was soll das, und was kann ich tun? Ich kam zu einem tibetischen Tempel, der in eine graue Felswand hinein gebaut war. Bunte Stoffbahnen flatterten in der kühlen Luft. Drinnen endlose Gänge und Räume, viel bunte Seide und ein gelb bemützter Lama, der scheußlich schmeckenden Buttertee mit mir trank. Er erinnerte mich an das Mantra des blauen Medizinbuddha, welches ich im Sommer lernte. Ich sang es noch während ich trommelte. Er erinnerte mich an den Chöd, das „Dämonen füttern“ von Machig Labdrön, einer tibetischen Nonne aus dem 11. Jahrhundert, welches ich in meine schamanische Praxis integriert habe. Und – ganz wichtig – er erinnerte mich an das Meditieren, was ich schon so lange in meinen Tagesablauf einbinden möchte, zutiefst von seiner Wohltat überzeugt. Aber noch sträubt sich mein rastloser Verstand…

der 100. Ganden Tripa





