4.4.13

Der dritte Tag - die Runde



Seit heute bin ich auf der eigentlichen Hochrhöner-Runde unterwegs, die letzten beiden Tage waren nur "Zubringer".

Alte Hainbuchen bilden einen magischen Platz

Als ich losging, war es bedeckt, aber der Wind war wenigstens nicht stärker geworden, schwächer aber auch nicht. Die Temperatur am Start war fast -5°. Gegen Mittag kam die Sonne ein paarmal heraus. Weite Strecken musste ich über fest getretenen Schnee oder rutschiges Eis gehen. Zum Glück habe ich heute mal die Nordic Stöcke mitgenommen, das hat geholfen.


Mittagspause aufdem Hohlstein

Einer der Hügel, über die ich heute wanderte, heißt Hohlstein. Nun leben wir schon seit mehr als 13 Jahren hier in der Gegend, aber erst gestern fiel mir auf, dass Hohlstein etwas mit Frau Holle zu tun haben könnte. Jedenfalls habe ich viele Google-Seiten dazu gefunden. Manchmal steht man aber auch auf dem Schlauch...


Die Linde ist zwischen 600 und 800 Jahre alt

Keine sieben Jahre ist der Wanderweg alt, und schon haben sie den Streckenverlauf geändert. Auf diese Weise fand ich zum Schluss etwas abseits des Weges das winzige Dorf, in dem die uralte Linde steht, die ich immer schon mal besuchen wollte.


Ich find, der macht nen schlanken Fuß, der Baum

3.4.13

Der zweite Tag - oder die Wiederentdeckung der Langsamkeit

Vergiss nicht:
Das Leben ist kurz
Also brich die Regeln, wenn nötig
Vergib schnell
Küsse bedächtig
Liebe ehrlich
Lebe
Und lasse niemals zu, dass du das Lachen verlernst

Am Morgen gefunden, Verfasser unbekannt, mein Wahlspruch für den heutigen Tag.



Die Vorstellung, trotz der Kälte wieder raus zu gehen, machte mir gute Laune. Alles besser als in der Bude zu hocken und über das Wetter zu schimpfen - und außerdem schien die Sonne. Heute war der Wind sogar noch schneidender als gestern, er brauste und dröhnte in den Wipfeln der Wälder. Ich hatte mich aber wärmer angezogen und fror deshalb nicht ganz so - teilweise trug ich sogar zwei Mützen übereinander. Dafür war's an windgeschützten Stellen richtig schön in der Sonne.

Erste Teepause - der Thermosbecher lockt den Frühling herbei

Ich bin ja an sich schon nicht die Schnellste, und schon gar nicht am Berg. Aber heute brach ich alle Rekorde in Langsamkeit, und häufig blieb ich auch noch stehen um durchzuschnaufen - das kann man einem Wanderpartner gar nicht zumuten, außer meiner Hündin Saba, für uns zwei war's okay. Ich war heute sogar eine Stunde länger unterwegs als gestern und schaffte eine zusätzliche Etappe, die ich mir eigentlich für Morgen vorgenommen hatte. Irgendwie waren die Gelenke besser geschmiert, und die Heilung hat schon begonnen.

Zweite Teepause am Bach im Malerdorf


Hier fiel die Entscheidung: abholen lassen oder doch hoch auf den Berg - ich wagte es. In der Sonne wirbelten winzige, funkelnde Schneekristalle, aber oben war's bewölkt und alles noch richtig winterlich weiß, und ich hab's geschafft!

Die Milseburg werde ich am Schluss der Runde überqueren


2.4.13

Medicine Walk


Halb freu ich mich, halb fürcht ich mich...

Der Winter geht in diesem Jahr gar nicht zu Ende. Fünf Wochen krank gewesen und kein Mal vor die Tür gegangen. Dabei gefühlte 10 Kilo zugenommen bei gleichzeitigem totalen Muskelschwund. Irgendwann eine schon fast schmerzhafte Sehnsucht nach Bewegung (und natürlich nach endlich Frühling!) entwickelt. Und dann erzählt eine Freundin von einem Rundwanderweg in der Nähe und ihrer Lust, darauf zu wandern (danke Anja!), und ich weiß sofort, das will ich! Ich mache mich auf die Suche nach dem Frühling und tanke da draußen Kraft und laufe der Krankheit und dem Winter einfach davon.

Vorher mussten noch Ostern und am Ostermontag ein runder Geburtstag (90.) in der Familie gefeiert werden, aber gleich am Tag danach wollte ich los, heute also. Kleinen Rucksack gepackt und ab. Leichte Minustemperaturen und ein schneidender, kalter Wind aus Osten - wahrscheinlich ohne Umwege direkt aus Sibirien - dazu ein wenig Frühlingssonne. Schon nach einer halben Stunde leicht hügelan die erste Teepause, die gefällten Stämme am Wegesrand waren so einladend und der Tee im Thermosbecher noch warm (danke H. für die Idee).

Zweite Teepause

Die Pfützen und Teiche sind noch halb von Eis bedeckt, in schattigen Mulden liegt der letzte Schnee, und kein Blümlein, kein Frühlingskräutlein ließ sich blicken, nicht mal an geschützten Stellen. Ein paarmal habe ich mich verlaufen, weil die Markierungen in den letzten Jahren stark verwittert sind. Nach zweieinhalb Stunden war ich im Nachbardorf, wo man mit dem Auto auf der Kreisstraße innerhalb von fünf Minuten ist. Mir war eisekalt und die Beine und Füße taten mir weh. Da ließ ich mich lieber schon abholen, weil ich ja morgen weiter will. Trotzdem fällt es nicht leicht zu akzeptieren, dass meine Kondition so im Keller ist.

Ausblick auf mein übernächstes Etappenziel

27.1.13

Wurzelkraft





Tatsächlich hatten wir in den letzten Wochen noch mal so einen richtigen Skadiwinter mit ordentlich Schnee und Kälte und Regenbogengefunkel. Doch heute beginnt es zu tauen, und es wird feucht.

Morgens erwachte ich mit einer Idee, mit einem Bild von einem Rohkost-Smoothie aus Rüben. Es fühlte sich an, als ob mir das in der Nacht jemand ins Ohr geflüstert hatte. Mein Verstand tat es zunächst als Spinnerei ab.

Doch zum Frühstück war es klar, so ein Smoothie gehört heute unbedingt dazu. Im Gemüsekorb fand ich Möhren, Pastinaken, Steckrübe, Knollensellerie und Boskopäpfel, tat von allem etwas in den Mixer, dazu Apfelsaft und fertig war der Rüben-Smoothie. Mir schmeckte er ganz wunderbar frisch und süß und leicht, genau das, was mein Körper anscheinend gebraucht hatte.

Und beim Trinken spürte ich eine Kraft von unten, von der Erde, ganz so als ob der Winter mit seinen speziellen Genüssen ein gutes Fundament für den kommenden Frühling legen will. Vielleicht mache ich mir ja Morgen wieder einen.

9.1.13

Skadi



Zurzeit fasziniert mich diese Göttin sehr.

Ich mochte den Winter eigentlich nie besonders. Die Kälte kroch in die Knochen, lähmte. Die warmen Wollsachen kratzten, die Haut reagierte allergisch, Erkältungen wechselten sich alle Nase lang ab, und Winterdepressionen wurden immer schlimmer. Ich fürchtete mich eigentlich gegen Ende des Sommers schon regelrecht vor dem Winter, und das wurde in den letzten Jahren immer stärker.

In diesem Winter hat sich das irgendwie verändert, und mein Blick fällt auf die nordische Eisriesin Skadi und ihre Lust an der kalten Jahreszeit. Skadi ist als Angehörige der Natur waltenden Riesenfamilie und als Tochter des Sturmriesen Thiassi eine Repräsentantin des Winters und des Kälte bringenden Nordwinds und zeigt, wie man die kalte Jahreszeit freudvoll genießen kann, ohne sich hinterm Ofen zu verkriechen. Sie läuft auf Schneeschuhen oder Skiern durch die verschneite Landschaft und jagt mit ihrem Bogen Vögel und allerlei Getier. Und manche meinen, sie ist die Namenspatin von Skandinavien, welches sich auch als Land der Skadi deuten lässt.

Auch wenn Winterjasmin und Zaubernuss schon blühen, freu ich mich drauf, wenn wieder Schnee liegt, der bei genügender Kälte in der Sonne in allen Regenbogenfarben funkelt.

28.11.12

Aschera



Die Exfrau des Wettergottes Ba'al und spätere Gefährtin des alttestamentarlichen Gottes aus dem Jerusalem des 8. und 7. Jh. vuZ. Man fand Inschriften, die lauteten "Jahwe und seine Aschera". Später - in sehr kriegerischen Zeiten - wurden die beiden wieder geschieden, und Aschera wurde aus dem Tempel hinaus geworfen und ihre Darstellungen auch anderswo verboten und zerstört.

Die Sendung "Terra X" im Zdf, das für mich immer das Mainzer Flaggschiff des Katholizismus gewesen ist, berichtete letztens über neuere Ausgrabungsergebnisse. Demnach wurden in Jerusalem rund um den Tempel Hunderte solcher Figurinen aus der Zeit zwischen 750 und 620 vuZ gefunden.




Ihre Form stammt womöglich daher, dass sie ursprünglich in Wäldern und Hainen aus Baumstämmen geschnitzt wurden.

Irgendetwas hat diese Sendung in Bezug auf die Stellung der Frau in Kirche und Gesellschaft der letzten fast 3000 Jahre bei mir zurecht gerückt. So als ob sie ihren angestammten Platz an der Seite des Mannes nach Jahrtausenden der Diskriminierung, Unterdrückung und sogar Auslöschung der Frauen endlich wieder offiziell einnimmt - mit dem Segen des Zweiten Deutschen Fernsehens. Da soll noch einer sagen, es tut sich nichts.



Und wo wir schon mal so schön ketzerisch sind: bei meiner Suche nach Aschera und dem Beduinenstamm, der in Saudi Arabien angeblich unseren lieben Gott erfunden hat, fand ich auch noch ein paar Darstellungen Jahwes aus der Zeit, als es noch nicht verboten gewesen war, ihn abzubilden.


als Herr der Tiere...





...und auf Münzen oder Siegeln mit Kopfschmuck und Gefährt



27.11.12

Matrix-Quantenheilen


Die Wahrscheinlichkeitswolke - die Matrix - das Nullpunktfeld

Da geht der ehrwürdigen Großmutter Schamanismus auf ihre alten Tage aber noch mal richtig ein Licht auf, und zwar im wahrsten Wortsinne: wir sind alle Licht, und alles um uns herum ist nichts als Licht und Welle.

Ein endloses Feld der Möglichkeiten und wir mittendrin. Mit der Kraft unseres Bewusstseins, aus dem Herzen heraus, mit klarer Absicht und tiefem Vertrauen sind wir die Schöpfer unseres eigenen Lebens und der ganzen Welt, nämlich so wie wir sie sehen.

Die uralte Zweipunkt-Methode

Wow! Das ist selbst für jemanden, dem die schamanischen Wirklichkeiten mittlerweile einigermaßen geläufig sind, ziemlich starker Tobak. Das sprengt alle bisherigen Konzepte. Jeder ist tatsächlich seines eigenen Glückes Schmied. Bewusstsein verändert Realität, und wir haben die Wahl.

Wir haben letztens so ein Quantentreffen besucht, und seitdem üben wir fleißig. Man wird sehen.